Saurer Halloween Abend für Black Wolves

Bittere Pokalnacht für die Black Wolves: Vor 123 Zuschauern in der Sporthalle Kochstedt mussten sich die Herren des PSV Black Wolves Dessau am Halloween-Abend dem USV Halle Saalebiber mit 5:6 geschlagen geben. Trotz eines guten Starts, zwischenzeitlicher Führung und einer Aufholjagd im Schlussdrittel reichte es am Ende nicht zur erhofften Revanche. Damit scheiden die Dessauer in der dritten Runde aus dem Floorball Deutschland Pokal aus.

Wölfe scheitern erneut an eigener Chancenverwertung

Mit voller Kaderstärke und entsprechend motiviert gingen die Black Wolves in das mit Spannung erwartete Derby. Nach der knappen 4:5-Niederlage nach Verlängerung im ersten Ligaduell wollten die Dessauer vor heimischem Publikum diesmal unbedingt als Sieger vom Feld gehen.
Der Start in die Partie gelang den Gastgebern zunächst nach Maß. Dessau fand gut ins Spiel und konnte bereits in der 9. Spielminute durch Adrian Böschel, nach Vorlage von Fabian Lauch, mit 1:0 in Führung gehen. Zwar gelang Halle wenig später der Ausgleich, doch nur gut eine Minute danach stellte Fabian Lauch, diesmal auf Zuspiel von Jeremy Beil, die Führung wieder her. Mit dem 2:1 ging es in die erste Drittelpause. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte die Führung durchaus höher ausfallen können.
Allerdings mussten die Black Wolves bereits früh verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Die dadurch notwendigen Umstellungen brachten Unruhe in die Reihen und erschwerten es der Mannschaft, den guten Spielfluss aus der Anfangsphase aufrechtzuerhalten.
Im zweiten Drittel verloren die Dessauer zunehmend den Zugriff auf die Begegnung. Statt das eigene Spiel konsequent durchzusetzen, ließen sie sich immer mehr auf das einfache Kick-and-Rush-Spiel der Hallenser ein. Lange Bälle und schnelle Gegenangriffe bestimmten zunehmend das Geschehen. Gleichzeitig schlichen sich zahlreiche individuelle Fehler ein, die Halle konsequent ausnutzte.
Nach dem Ausgleich in der 4. Minute des Mittelabschnitts gingen die Gäste innerhalb weniger Minuten mit 2:4 in Führung. Die Black Wolves fanden nur schwer Antworten auf das Spiel der Saalebiber und konnten keine wirkliche Sicherheit in ihr eigenes Spiel bringen. Zwar verkürzte Maxim Compera in der 12. Minute auf 3:4, doch Halle stellte wenig später den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Fabian Lauch sorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends kurz vor der zweiten Pause für das 4:5 und hielt die Hoffnung auf einen erfolgreichen Derbyabend am Leben.
Im Schlussdrittel versuchten die Black Wolves noch einmal alles, um die Partie zu drehen. Bereits in der dritten Minute gelang Luc Gentzsch nach Vorlage von Luca Winter der viel umjubelte Ausgleich zum 5:5. Doch die Freude währte nicht lange. In der 12. Minute traf Janosch Fuchs für Halle zum 5:6 und brachte die Gäste erneut in Führung.
Dessau bemühte sich weiterhin um den Ausgleich, fand aber auch in der Schlussphase nicht die nötige Ruhe und Konsequenz im eigenen Spiel. Als Halle kurz vor dem Ende durch zwei aufeinanderfolgende Zeitstrafen in Unterzahl geriet, bot sich den Black Wolves noch einmal eine große Gelegenheit. Die Überzahlsituation brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg. Der Ausgleich blieb aus und die erneute Niederlage gegen den Rivalen aus Halle war besiegelt.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war entsprechend groß. Gerade der gute Beginn und die zwischenzeitliche Führung hatten gezeigt, dass an diesem Abend mehr möglich gewesen wäre. Letztlich verhinderten jedoch die mangelnde Chancenverwertung, die verletzungsbedingten Ausfälle und insbesondere die vielen individuellen Fehler im zweiten Drittel ein besseres Ergebnis. Erneut wurde deutlich, dass die Black Wolves noch daran arbeiten müssen, über die gesamte Spielzeit hinweg Sicherheit und Konsequenz in ihr Spiel zu bringen.
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht die nächste Aufgabe in der 2. Floorball Bundesliga Süd/Ost an. Dann reisen die Dessauer zum SC Potsdam. Dort gilt es, die richtigen Schlüsse aus dem Pokalderby zu ziehen, als Mannschaft enger zusammenzurücken und wieder mit mehr Selbstvertrauen und Stabilität aufzutreten.

  3. November 2026
  Kategorie: Presseberichte